SEO 2013 – Rankingfaktoren für Suchmaschinen-Optimierung

Beitrag aktualisiert am 18.06.2013
seo 2013 - Suchmaschinenoptimierung Update

SEO 2013 Rankingfaktoren: Es gibt ein Update für Suchmaschinen-Optimierung- Tipps und Tricks! Searchmetrics hat nun seine Studie zum Thema Rankingfaktoren in diesem Jahr veröffentlicht. Der Verdacht hat sich nun bestätigt: Obwohl gute Inhalte i.d.R. mit Social Signals und besserem Ranking einhergehen wird der Rankingfaktor Social Media überbewertet. Neben der Untersuchung von Searchmetrics hat Matt Cutts bereits auf der SMX Advanced 2013 (Search Marketing Expo in Seattle) betont, das die SEO-Scene Social Data überbewertet.

Neben diesen Details, die gute Nachricht:

Alle 100 Lektionen über Suchmaschinenoptimierung mit Ratschlägen und den wichtigsten SEO-Regeln, haben natürlich weiterhin Bestand, da es hier um essenzielle SEO-Grundlagen geht und nicht um faule Tricks!

Kurzer Rückblick auf wichtige SEO-Ereignisse 2011-2012

Die SEO-Szene wurde im Jahr 2012 hauptsächlich durch Googles rigorose Algorithmusänderungen mit Panda und Penguin durchgeschüttelt. Hierbei ging es Google wie immer darum, die Suchenden mit hochwertigeren Suchergebnissen zu versorgen.
  • August 2011 – Panda Such-Algorithmus: Google’s Ziel war es, dass hochqualitative Websites weiter oben in den Suchergebnissen erscheinen. Hierbei gab es zehntausende Sites, die aus dem Index geflogen sind!
  • April 2012 – Penguin Such-Algorithmus: Der Penguin-Algorithmus soll die qualitativen Suchergebnisse beeinflussen. Dieser Algorithmus ging so stark wie nie zuvor gegen SEO-Spam vor. Das heißt, wer sich nicht an Googels Qualitätsrichtlinien für Suchmaschinen hält, der fliegt! Hierbei hat Google besonders Keyword-Spam sowie Link-Farmen zum Abschuss freigegeben.
  • Gastbeiträge in Blogs (Guest blogging): Um vertrauensvolle Links aufzubauen wurde das Thema Guest-Blogging die Methode schlechthin, um an glaubwürdige Link zu kommen. Dass es großen Einfluss hat konnte man daran erkennen, dass plötzlich Gastbeitrags-Dienstleister wie Pilze aus dem Boden schossen.
  • Negativ-SEO – Disavow Link Tool: In wie weit minderwertige Links negativen Einfluss auf Websites nehmen, war danach das große Thema mit dem Disavow Link Tool, dass Google einführte. Hiermit haben Webmaster die Möglichkeit minderwertige Backlinks auf ihre Sites zu entwerten. Wohl weniger, weil die böse Konkurrenz schlechte Links auf einen setzt und doch vielmehr deshalb, damit böse SEO’s Ihre massenhaften Billig-Links entschärfen und sich damit selbst? outen können! Mario Fischer hat hierzu eine sehr interessante Diskussion auf seiner Seite.

SEO-Strategien 2013
– 7 Dinge, die in diesem Jahr bei der Suchmaschinenoptimierung beachtet werden sollten

1. Hochwertige Inhalte:
Einzigartigkeit (Uniquenes) + Reichhaltigkeit (Richness) + Aktualität (Freshness)

Wie immer sind das A und O der Suchmaschinenoptimierung die Inhalte. Nutzer suchen stets neue, informative, einzigartige und hochwertige Inhalte zu einem Thema. Wer also aus eigener Feder interessante Inhalte schreiben kann, soll dies tun und möglichst regelmäßig.

2. Der SEO-Mix: AuhtorRank + Guest Blogging + Google+
Wer noch kein Google+ Profil haben sollte, dem sei geraten sich eins erstellen, nicht nur weil es schick ist neben dem Social-Media-Netzwerk Facebook auch bei dem noch jungen Google+ mitzumischen, sondern weil es durchaus Google-spezifische Vorteile bietet! Durch den rel=”autor” href Tag kann man Webseiten und Blog-Beiträge einem Autor zuweisen. Das hat zum Vorteil, dass diese in den Suchergebnissen (SERP’s) mit dem Autoren-Bild angezeigt werden, welche bevorzugt angeklickt werden (Vertrauens-Faktor). Ein Tutorial, wie man einen Blog-Beitrag oder eine Website einem Autoren zuweist findet ihr hier! Weiterhin ist der Autor ein Qualitäts-Faktor (Content Credibility) für Google. Dahinter versteckt sich ein System, ähnlich dem PageRank (PR), der Websites einen Ranking-Schub verpassen kann. Suchmaschinen hatten bislang (der Author Rank wurde 2011 in Google’s Such-Algorithmus implementiert) keinen Filter für sinnlosen Content, der eventuell nur aus einer geschickten Aneinanderreihung von Keywords besteht. Der AuthorRank (Autoren-Rang) hingegen wird durch einige Faktoren beeinflusst:

  • ÜBERBEWERTET! Soziale Signale: (Social SignalsI) Soziale Netzwerke allen voran Facebook werten Beiträge durch Likes, andere durch Shares und Google mit den +1 (Google Plus’sen)
    Auch wenn man Social Data nicht überbewerten sollte, lohnt es sich alle Male z.B. seine Blog-Posts fleißig zu teilen. So habe ich die Erfahrung gemacht, das ein Link in Google+ zeitweise besser rankte als der Artikel selbst.
  • Autoren-Links: Je höher die Qualität (PR-PageRank) und Autorität (Authority) von Websites, die zu einem Autoren-Artikel linken, desto größer die Wahrscheinlichkeit den Autoren Rank (AuthorRank) zu steigern.
  • Nutzer Reaktionen wie Erwähnungen und Kommentare: Nutzer- Kommentare (Blogs) oder -Erwähnungen (Twitter), ob negativ oder positiv behaftet, sorgen für Aufsehen und können durchaus den Autoren-Rank (AuthorRank) beeinflussen.
  • Aktualität und Kontinuität: (Freshness+Timelineness) Wer regelmäßig aktuelle Inhalte publiziert trägt mit Sicherheit auch zu seinem Autoren-Rang bei.
  • Pagerank des Autoreninhalts: Und zu Guter Letzt trägt hochwertiger Inhalt zum PageRank (PR) bei und hat Einfluss auf den Autorenrang.

Guest-Blogging bzw. Gastbeiträge in Blogs – wie stellt man das am besten an?!
Guest-Blogging ist nichts anderes als Link-Aufbau (Link-Building) mit direktem Einfluss auf Autorenrang (AuthorRank) und PageRank in einem. Wie beim konventionellen Linkaufbau sucht man sich Partner-Links aus seiner Branche. Beim Guest-Blogging bietet man an (wie z.B.. bei einer Zeitung), Artikel beizutragen, um im Gegenzug namentlich und mit Link erwähnt zu werden. Man sucht sich erstmal in Frage kommende Foren, Blogs, Webseiten aus, die gut besucht werden. Dann tritt man persönlich per E-Mail oder Telefon in Verbindung mit dem Verantwortlichen und hofft auf positives Feedback. Dann reicht man seine hochwertigen Inhalt ein, wobei man auch an Bildmaterial, Info-Grafiken oder wenn vorhanden auch an Videos denken sollte! Wenn man Glück hat, darf man noch den Link-Text (Anchor Text) zu seinem Autoren Profil beeinflussen und dann hat man es auch schon geschafft. Was Matt Cutts Google’s Spam-Bekämpfer und Software-Ingenieru dazu meint hier:

3. Sozialie Signale setzen: Social Signals ist das Stichwort. Sei natürlich und zeig’ es am besten über Soziale Netzwerke. Also beteilige dich am echten Leben, teile (share), like, twittere-weiter (re-tweet), kommentiere und erwähne (mention) was das Zeug hält. Sorry ich hab Google+ vergessen! Bitte g+’ssen nicht vergessen. Google’s Soziales Netzwerk ist auf dem Vormarsch, und da es Google’s Baby ist, wird die Pflege von der am meisten genutzten Suchmaschine besonders belohnt. Hier eine kleine Check-Liste zu den sozialen Signalen, auf die es ankommt.

  • wieviele “Likes” hast du bei Facebook bekommen
  • wie oft wurdest du weiterempfohlen (Facebook und andere) (shares)
  • wieviele Twitter’rer folgen dir
  • wie oft wird dein Name/Marke in Tweets am besten mit Link erwähnt
  • wie gut bist du in Googles Zirkeln vertreten und wie oft wirst du ge g+ (ge-plusst)

5. Mobile/Responsive Design: Ohne englische Wörter kommt SEO leider nicht aus, was soviel heißt wie: Sei freundlich zu Smartphones wie iPhones und Android-Handy’s), Tablets wie iPad’s und alles was klein und mobil nutzbar ist. D.h. Websites werden immer öfter unterwegs abgerufen und müssen daher ebenso auf den oben genannten Gerätschaften einwandfrei funktionieren. Das ist noch? kein Rankingfaktor, doch die Nutzerfreundlichkeit (Usability) entscheidet natürlich auch über deinen ROI (Return on Investment).

6. Bildmaterial – Video: Bilder und Videos sagen mehr als tausend Worte und werden von Google auch in zweiter Reihe angezeigt. Lesefaule Suchende klicken gern auf Bilder und Videos. Auch ranken Inhalte besser, wenn sie Bildmaterial enthalten, denn dadurch wird der Inhalt noch reichhaltiger und informativer.

7. das Örtliche …: oder im Fachjargon “Localization” bzw. ortsbezogene Informationen: Google arbeitet stark an lokalen Ergebnissen! Wenn Du in Berlin am Ku’Damm dringend einen “Döner” suchst, nützt dir der Düsseldorfer Onkel Gazi’sYede Gör – Unser Döner schmeckt super mit Soße spitze.!” in dieser prekären Situation herzlich wenig, auch wenn Yede Gör einfach den weltbesten Döner macht. Du brauchst einen guten Döner, und zwar sofort ! Kapiert? ;)… also hier präsentiert Google gerne Kartendaten und Aufführungen in typischen standortbezogenen sozial-basierten Netzwerken (location based social networks) wie qype, tripadvisor, yelp, (doenerfreund.de :)) und fourthsquare.

Das waren die SEO 2013 Tipps, und hundert weitere SEO-Grundlagen findet ihr in meinem Blog über 100 Lektionen Suchmaschinenoptimierung.

 

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25 Gedanken zu „SEO 2013 – Rankingfaktoren für Suchmaschinen-Optimierung

  1. Matthias

    Ich stimme dem Vorautor Lisa zu. Tipps die jedenfalls berücksichtig werden sollen findet man hier im gesamten Blog (ich entschuldige mich im voraus dafür, falls eine Bezeichnung nicht korrekt ist -> ich bin noch neu in der Materie)

    Vielen Dank an den Autor!

    Antworten
  2. Rabenknecht

    Danke für den Artikel. Leider bin ich was social signals angeht anderer Meinung. Social Signals können relativ einfach manipuliert werden, sodass ich denke das Google da den Riegel vorschieben wird.

    Antworten
  3. Christian

    Hallo Holger

    Guter Artiekl – du hast die Punkte aus Matt’s Video gut zusammengefasst! Zu Punkt 3. würd ich gerne noch hinzufügen, dass das mit den Social Signals sehr interessant ist und ich gerade gestern einen Blogpost zu diesem Thema veröffentlicht habe, in der ich eine kleine Fallstudie zum Thema Facebook Likes als Kausalität gestiegener Rankings vorweise. Könnte allenfalls noch interessant sein und zur Diskussion anregen: http://seofullmetal2013.blogspot.com/2013/05/einfluss-von-facebook-likes-und-shares.html

    Grüsse,
    Christian

    Antworten
  4. Josef Altmann

    Hallo,

    vielen Dank für den guten Artikel – der sehr richtige Punkte anspricht. Meiner Meinung nach ist es oft falsch, wenn sich jemand nur aus SEO und sonst nichts konzentriert. Am erfolgreichsten wird der bzw. die sein, welche eine ganzheitliche Marketingstrategie fährt. Auch wenn facebook etc. kaum Einfluss aufs Ranking hat, erhöht es doch die Bekanntheit eines Online Projekts.

    freundliche Grüße
    Josef Altmann

    Antworten
      1. Holger Jung-Gercke Artikelautor

        Social Media ist ein wichtiger Faktor und wird auch mit Google + sicherlich stetig an Bedeutung gewinnen. Die Mehrheit der SEO-Köpfe, die sich mit der Frage der Relevanz von Social Signals fürs Ranking auseinandersetzen sehen hier eine klare Korrelation. Die Zweifel ist allerdings, ob hier viele Shares und Likes eine Seite populärer machen und dadurch das Ranking verbessern oder ob ein gutes Ranking nicht ebenso automatisch zu mehr Shares und Likes führt.
        Dann ist der Verdacht offensichtlich, dass Google + mit seinem Netzwerk Land gewinnen will und daher seine Signals höher bewertet weshalb Google + auch zur Zeit das am stärksten wachsende Soziale Netzwerk ist…. was aber wiederum nicht heißt, dass die Leute auch aktiv sind… sondern sich erstmal sicherheitshalber anmelden und kucken was passiert ;).
        UND dann stellt sich auch noch die Frage nach der Qualität der Likes:
        1) …lassen sich Leute in Sozialen Netzwerken sehr spontan dazu hinreißen für etwas zu voten, was von eher oberflächlicher Qualität ist, wie etwas witziges oder gestalterisch interessantes und weniger inhaltlich hochwertiges.
        2) Man kann für kleines Geld auf gewissen Plattformen massenweise Fans einkaufen gehen und dabei sogar per Filter bestimmen, dass ein Fan z.B. deutsch sein soll und mehr als 100 Freunde haben muss… um Fake-Accounts möglichst auszuschließen. Nach ein paar Stunden haben die Fan-Shopper dann schonmal schnell 100 Fans mehr. Und auch Likes sind bei einem Anbieter (habe gerade mal kurz gegoogelt) z.B. 10.000 Likes für 59,90 EUR zu haben!
        Genau aus diesem Grund wird Matt Cutts von Google wohl sagen, dass man Social Signals nicht überbewerten soll und dass es sich hier eher um ein temporäres Phänomen handelt. Denn trotz Korrelation ist hier der kausale Zusammenhang zweifelhaft.

        Antworten
        1. Hendrik

          Hallo Holger,

          dem kann ich mich nur anschließen. Der Einkauf von Likes, Shares ist bedeutend einfacher als Backlinks einzukaufen. Hinzu kommt, dass Google Backlinks mit verschiedenen Faktoren bewerten kann, Likes jedoch nicht. Likes sind einfach nur eine Zahl auf der Webseite.

          Auf der anderen Seite ist es für Google sicher ein weiteres Signal, ob es sich um hochwertigen Content handelt.

          Es gibt dazu auch eine Studie von searchmetrics, die gute Rankings mit Likes, etc korreliert sieht. Problem dabei ist jedoch: Was war eher da: DIe Rankings oder die Likes? Und sind es nicht einfach gute Inhalte, die vorne stehen und entsprechend verlinkt worden sind?

          Wir werden es sehen ;)

          Grüße

          Hendrik

          Antworten
  5. Martin

    Dein Artikel ist gut geschrieben und ließt sich sehr gut. Mir fehlen nur die Einschneidenden Veränderungen im Gegensatz zu den letzten Jahren bzw. dem letzte Jahr, denn das Ranking hat sich in meinen Augen stark verändert. Die Faktoren in deinem Text doch eher minimal. Für die Mühe aber trotzdem vielen Dank!

    Antworten
  6. Tester

    Interessanter Beitrag. Die recht wilden Seo-Spekulationen find ich immer wieder aufs Neue spannend.

    Dass ein responsive Design kein Rankingfaktor ist, ist aber eher Spekulation oder gibts da wirkliche Anhaltspunkte für?

    Liebe Grüsse

    Antworten
    1. Holger Jung-Gercke Artikelautor

      Hallo Tester, gute Frage!
      Im letzten GoogleWebmastersHelp-Video (6.11.2013) gibt Matt Cutts eine Antwort auf eine ähnliche Frage: http://www.youtube.com/watch?v=D03wRb4s7MU&feature=em-uploademail
      Hier wollte jemand wissen, ob eine mobile Website gegenüber einer Responsive Design Website SEO-Nachteile hat. Fazit war, das eine klassische mobile Website nur technische Details beachten muss (canonical URL, Browserumleitung) aber ansonsten spielt es keine Rolle.
      Ich denke Responsive Design ist wie im Artikel beschrieben kein direkter Rankingfaktor aber natürlich ein indirekter Rankingfaktor, was Google an einigen Signalen automatisch erkennt. Also z.B. wenn ein mobiler User auf deine Responsive Design Site kommt und nicht schnell wieder zum Suchergebnis zurückkehrt, hat er schonmal soweit eine gute User Experience, weil die Inhalte gut angezeigt werden…
      LG
      Holger

      Antworten
  7. Alexander Larsson

    Hallo, zum Thema Social Media als Rankingfaktor ist mir irgendwann letztes Jahr aufgefallen, dass Facebook mit der Likeanzahl aus der Backlink-Seite bei Google Webmaster Tools rausgeflogen war, dies auch ein Hinweis darauf war, dass Social Media (speziell Facebook) von Google geringer bewertet wird als Rankingfaktor.

    Antworten
  8. Pascal Kruse

    @Alexander Larsson ich denke das Social Media zumindest beim branchengleichen Seitenvergleich schon stark berücksichtigt wird.
    Wenn 2 Webmaster je eine Seite mit identischem Thema schreiben und der eine Socialmediamarketing betreibt und eine Menge Links, Likes, Comments und Shares aus den sozialen Netzwerken hat so wird der Socialmediawebmaster gewiss einen Ranking-Vorteil bekommen.

    Gruß

    Antworten

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